ISO-Risikomanagement für Offshore- und Onshore-Öl- und Gasprojekte
Unternehmen, die in Offshore- und Onshore-Feldern tätig sind, sehen sich mit einer deutlich gestiegenen Komplexität konfrontiert und müssen in einem sich wandelnden Energieumfeld operative, ökologische, finanzielle und rechtliche Risiken abwägen. Ein robustes Risikomanagement ist unerlässlich geworden, um Sicherheit, Resilienz und langfristige Rentabilität zu gewährleisten, da internationale Projekte immer anspruchsvoller werden.
Die Kernaktivitäten des ISO-Risikomanagements, insbesondere die in ISO 31000 beschriebenen, bieten umfassende Leitlinien zur Identifizierung, Analyse, Bewertung und zum Management von Risiken über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg. Dieser Ansatz ist besonders wichtig im Öl- und Gassektor, wo Unsicherheiten zu erheblichen finanziellen Verlusten, Sicherheitsvorfällen oder Umweltschäden führen können.
Die Bedeutung eines ISO-konformen Risikomanagements in der Öl- und Gasindustrie
Die Öl- und Gasindustrie operiert in Hochrisikoumgebungen, in denen Systemausfälle katastrophale Folgen haben können. Von Offshore-Bohrplattformen über Onshore-Verarbeitungsanlagen bis hin zu Pipelines können unvorhergesehene Risiken den Betrieb stören, zu Verstößen gegen Vorschriften führen oder schwere Unfälle wie Blowouts, Brände oder Explosionen auslösen.
ISO 31000 legt weltweit anerkannte Richtlinien für die Etablierung einer risikobasierten Unternehmenskultur fest. Sie verbessert die Entscheidungsfindung, gewährleistet Verantwortlichkeit und stärkt die Resilienz von Organisationen. Die Anwendung der ISO-Risikomanagementstandards ermöglicht es Öl- und Gasunternehmen, Bedrohungen proaktiv zu begegnen, Wert zu schaffen und Mitarbeiter, Anlagen und die Umwelt zu schützen.
Holen Sie sich noch heute Expertenrat
Verständnis des Risikomanagements nach ISO 31000 für die Öl- und Gasindustrie
ISO 31000 Risikomanagement ist ein flexibler, prinzipienorientierter Leitfaden, der sich sowohl für Offshore- als auch für Onshore-Energieprojekte eignet. Zu den wichtigsten Merkmalen gehören:
1. Integrierter Risikoansatz
Risikomanagement muss in die Unternehmensführung, die betrieblichen Abläufe, die HSE-Kultur und die strategische Planung integriert werden. Im Öl- und Gassektor bedeutet dies, Risikoaspekte in Bohrpläne, Anlagenmanagement, Beschaffung, Instandhaltungssysteme und Notfallpläne einzubeziehen.
2. Strukturierter Risikoprozess
ISO 31000 schreibt eine systematische Methode zur Risikobewertung vor – Identifizierung von Gefahren, Analyse der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkungen sowie Umsetzung geeigneter Risikominderungsmaßnahmen.
3. Kontinuierliche Verbesserung
Die Öl- und Gasförderung ist dynamisch. Das ISO-Rahmenwerk fördert die kontinuierliche Überprüfung und Verbesserung, um mit technologischen Fortschritten, Umweltbedingungen und rechtlichen Vorgaben Schritt zu halten.
Risikobewertung in der Öl- und Gasindustrie: Eine Kernanforderung
Ein robustes Risikomanagement in der Öl- und Gasindustrie bildet das Fundament für eine sichere und regelkonforme Projektabwicklung. Dieser Prozess deckt Schwachstellen in den Bereichen Engineering, Design, Betrieb, Cyberbedrohungen, Arbeitssicherheit, Logistik und Umweltrisiken auf. Ob Lieferkettenunterbrechungen, seismische Instabilität, Anlagenausfälle oder Gaslecks – die Fähigkeit, Risiken vorherzusehen, ist von entscheidender Bedeutung.
Gängige Bestandteile der Risikobewertung in der Öl- und Gasindustrie sind:
- Gefahrenidentifizierung (HAZID)
- HAZOP (Gefahren- und Betriebsanalyse)
- FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse)
- Bow-Tie-Analyse
- Quantitative Risikobewertung (QRA)
Mathematische Modelle bewerten die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß potenzieller Auswirkungen – von besonderer Bedeutung bei Offshore-Projekten.
Zusammengenommen helfen diese Methoden den Betreibern, ihre Risikoposition zu verstehen und eine geeignete Risikominderungsstrategie zu entwickeln.
Risikomanagement in der Öl- und Gasindustrie: Offshore- und Onshore-Projekte
1. Offshore-Projekte
Offshore-Projekte weisen besondere Komplexitäten auf, wie z. B. raue Meeresumgebungen, Herausforderungen bei Tiefseebohrungen, schwer zugängliche Gebiete und Hochdrucksysteme. Ein ISO-basiertes Risikomanagement gewährleistet unter anderem die Sicherheit der Bohrinseln, die Zuverlässigkeit der Unterwasseranlagen sowie das Management von Auftragnehmern und Schiffen.
2. Onshore-Projekte
Onshore-Umgebungen erfordern eine andere Risikobetrachtung. Zu den wichtigsten Schwerpunkten gehören die Sicherheit der Pipeline-Infrastruktur, das Management von Brand- und Explosionsgefahren und vieles mehr. Die Integration des Risikomanagements in die Öl- und Gasindustrie gewährleistet in beiden Umgebungen einen lebenslangen Schutz, Betriebskontinuität und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben.
Entwicklung eines realisierbaren Risikomanagementplans
ISO 31000 betont die Entwicklung eines kohärenten Risikomanagementsystems, das auf die Projektziele abgestimmt ist. Ein effektiver Plan muss eine klare Risikomanagementstruktur, definierte Rollen, Risikoidentifizierung, Notfall- und Krisenmanagement, Berichtswesen, Dashboards und vieles mehr umfassen.
Eine gut umgesetzte Richtlinie reduziert nicht nur Unfälle, sondern optimiert auch die Kosten, verbessert die Anlagenzuverlässigkeit und stärkt das Vertrauen der Interessengruppen.
Warum entscheiden sich Öl- und Gasunternehmen für MBG?
MBG bietet Expertise im Aufbau resilienter, ISO-konformer Risikostrukturen für Offshore- und Onshore-Öl- und Gasunternehmen. Unsere multidisziplinären Berater kombinieren branchenspezifisches Ingenieurwissen, HSE-Expertise und regulatorische Kenntnisse, um umfassende Lösungen zu entwickeln. MBG unterstützt Unternehmen dabei, ihre Entscheidungsfindung zu verbessern, die Sicherheitskultur zu stärken und die operative Resilienz ihrer Offshore- und Onshore-Anlagen zu erhöhen.
Holen Sie sich noch heute Expertenrat





